JOMAT

JOMAT ist das Ergebnis einer Untersuchung, die vom Institut Sozialplanung und Stadtentwicklung (Hochschule für Soziale Arbeit, FHNW) in den Basler Quartieren St. Johann und Matthäus durchgeführt wurde. Im Rahmen dieser Studie, welche sich an ethnologischen und videobasierten Methoden orientierte, entstanden verschiedene Filme: Zehn Videoportraits von Quartierbewohner/innen, fünf pro Quartier; Filmausschnitte aus Gesprächen mit weiteren Personen über diese Portraits; der Film "Vertraute Orte. Bekannte Gesichter" von 69 Minuten Spieldauer, realisiert auf der Grundlage der Portraits und Gesprächsaufnahmen. JOMAT gibt allen Interessierten einen Einblick in die Ergebnisse der Quartiersstudie und ermöglicht einen ergänzenden Zugang zum Bildmaterial, welches auf dieser Seite in Form von Filmausschnitten vorhanden ist. Ausserdem finden sich Informationen zum Projekt selbst, zu einigen Ergebnissen der Studie sowie zu unterschiedlichen Verwendungszwecken der Filme. Die einzelnen Filme, welche in voller Länge auf DVD erhältlich sind, eignen sich unter anderem für den Einsatz im Bildungs-, Integrations- und Stadtentwicklungsbereich.

 

JOMAT richtet sich an alle, die sich für die Quartiere St. Johann und Matthäus oder für Themen wie Stadtentwicklung und Integration interessieren. Obwohl die Quartierstudie ausschliesslich in zwei Basler Quartieren durchgeführt wurde, ist die Verwendung der Website und der DVD nicht auf diese Region beschränkt. Die bisherige Arbeit mit dem Bildmaterial hat gezeigt, dass die einzelnen Filme sehr gut einsetzbar sind, als Einstieg für die Auseinandersetzung mit Themen, welche darin aufgeworden werden. Beispiele für solche Themen sind die Bedeutung sozialer Institutionen, der Umgang mit Randständigen, das Zusammenleben unterschiedlicher sozialer Gruppen, das Verständnis von Quartieraufwertung oder generell die soziale Integration und damit verbundene Schwierigkeiten. Dementsprechend sind JOMAT und die Filme auf DVD für Kreise bestimmt, die sich mit solchen Themen auseinandersetzen, wie auch für Institutionen und Projekte, welche partizipative Ansätze in der Stadtentwicklung verfolgen. Denkbar ist der Einsatz des Filmmaterials in einem breiten Spektrum von Quartiers- und Migrantenvereine über Treffpunkte, Schulen und die Soziale Arbeit bis hin zu Projekten in der Integrationsarbeit und Quartierentwicklung. Ausserdem sind die Website und die DVDs ein Beispiel dafür, wie die Sozialforschung das bewegte Bild sowohl als Forschungszweig wie auch als Repräsentationsform in ihre Arbeit einbeziehen kann.