EINSATZBEREICH DER FILME

Wird in Ihrem Quartier miteinander oder nebeneinander gelebt? Worin liegt der Unterschied? Welche Bedeutung haben Nachbarschaftshilfe und andere Formen der gegenseitigen Unterstützung für den Einzelnen und für das Quartier? Wo bewegen sich in Ihrem Quartier Randständige, und weshalb könnte Sie das interessieren? Worin erkennen wir Formen der Anpassung, worin Prozesse der Integration? Was hat ein Quartiertreffpunkt mit einer Bushaltestelle zu tun, und was hat eine Kontaktstelle für Familien mit einem Quartierladen und einer Beiz zu tun? Wieso kann ein „schwieriges Quartier“ eine Chance und ein Lernfeld fürs Leben sein? Was ist ein Freiraum, und wer hat Anspruch darauf? Wer muss, darf, soll, kann das Quartier mitgestalten, und wie kann dies geschehen? Was macht Vielfalt viel-fältig, und inwiefern kann sie Ursache oder Folge von Offenheit sein? Warum ist Quartieraufwertung wichtig, und wieso kann sie Angst machen?

 

Solche und ähnliche Fragen werden in den Filmen aufgegriffen und lassen sich im Rahmen von Gesprächen und Diskussionen weiterverfolgen. Das Spektrum von Orten und Institutionen, die sich besonders gut eignen, um diese DVDs einzusetzen, ist sehr breit, es umfasst unter anderem:

 

  • Treffpunkte und Informationszentren, z.B. für Jugendliche oder Familien
  • Schulen und andere Bildungsinstitutionen 
  • Quartier- und Migrantenvereine
  • Personen oder Institutionen, die in der Sozialen Arbeit tätig sind oder darin ausgebildet werden
  • Öffentliche und private Institutionen, die Integrations- und Stadtentwicklungsarbeit leisten und dabei partizipative Ansätze verfolgen, z.B. in Form von Bedarfsanalysen oder Mitwirkungsprozessen
  • Die qualitative Sozialforschung, die das bewegte Bild als Forschungswerkzeug oder als Repräsentationsform einsetzt 
  • Einzelpersonen, die sich für die in den Filmen behandelten Themen und aufgeworfenen Fragen interessieren

 

Was den Verwendungszweck anbelangt, so bieten die DVDs mit ihren verschiedenen Filmen und Portraits eine gute Grundlage:

 

  • für eine Diskussion über die aktuelle Situation, zukünftige Entwicklungen und die unterschiedliche Wahrnehmung der beiden Quartiere St. Johann und Matthäus, 
  • zur Eruierung der Themen, welche für die Zuschauenden wichtig sind im Zusammenhang mit ihrer Rolle als Quartierbewohner/in,
  • als Input für die Diskussion von Themen, welche in der einen oder anderen Form in jedem urbanen Kontext von Bedeutung sind, so zum Beispiel die Frage nach Begegnungsorten oder nach der Wahrnehmung des Wandels im Quartier,
  • zur Reflexion der eigenen Situation und der persönlichen Bedürfnisse, welche Einzelpersonen oder Gruppen in der Auseinandersetzung mit ihrem sozialen Umfeld erleben, sei dies in einem städtischen oder in einem ländlichen Kontext.