QUARTIERSTUDIE

Die Studie untersuchte in den Basler Quartieren St. Johann und Matthäus die unterschiedlichen Bedürfnisse und Vorstellungen bezüglich sozialer Integration im Quartier. Forscher/innen aus der Ethnologie und Soziologie realisierten mit Personen unterschiedlichen Hintergrunds Videoportraits über sie als Bewohner/innen des Quartiers und entwickelten so eine Innenansicht unterschiedlicher Lebenskontexte sowie vom Bezug zum sozialen Umfeld. Diese Videoproduktionen wurden unter der Regie der Portraitierten realisiert und in Form von teilnehmender Beobachtung durch die Forschenden begleitet; so führten die Portraitierten selbst die Untersuchung zu den relevanten Themen, Personen und Orten. Um die Partizipation und Einbindung des Quartiers und des sozialen Umfelds an diesem Prozess zu stärken, führte das Forschungsteam die Videoporträts auf systematische Weise ins Quartier zurück und stellte sie dort zur Diskussion.

Zum einen wurde die videobasierte Methode angewandt, um die Relevanz des Bezugsrahmens „Quartier“ im Verlauf individueller und gemeinschaftlicher Integrationsprozesse zu untersuchen. Die befragten Personen erzählten von sich und ihrem Leben im Quartier, stellten die für sie wichtigen Orte und Personen vor und sprachen über ihre Bedürfnisse und Wünsche für das Quartier. Die stark zusammengefassten Ergebnisse dazu finden sich unter Integration im Quartier.

Zum anderen ging die Studie der Frage nach, welche Vorteile die videobasierte Methode für die Sozialforschung mit sich bringt, und erarbeitete Erkenntnisse, die für die Anwendung solcher Methoden in der praktischen Auseinandersetzung mit sozialräumlichen Themen wichtig sind. Ergebnisse daraus sind für all jene interessant, die entweder in wissenschaftlichen oder praktischen Zusammenhängen (z.B. an Schulen oder in der Integrations- und Gemeinwesenarbeit) die Videoproduktion und –präsentation als Methoden einsetzen. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse findet sich unter Videobasierte Methode.